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ArcadeKids
by Minigames.de – Retro-Story, Technik-Flashbacks & Klassiker zum Anspielen
1952 → 2026 · vom Oszilloskop bis Cloud-Gaming

Meine persönliche Story

Ja: Ich war ein ArcadeKid.
Moon Patrol (1982)
Moon Patrol
(1982)
Track and Field (1983)
Track & Field
(1983)
Wonderboy (1987)
Wonderboy
(1987)

Ich war damals 9 Jahre alt, als 1984 der Schneider/Amstrad CPC 464 in Deutschland sichtbar wurde und sich der Commodore 64 immer stärker verbreitete. Wahrgenommen habe ich mein erstes Videospiel aber nicht zu Hause – sondern als echtes ArcadeKid: durch einen Automaten in der Imbissbude.

Dort spielten zwei Jugendliche Track & Field. Kein Joystick – stattdessen drei Knöpfe pro Spieler: zwei für “RUN” und einer für “JUMP/THROW”. Und dann kam der Trick: ein Feuerzeug wurde mit irrem Tempo zwischen den RUN-Tasten hin- und herbewegt. Für mich war das pure Magie: Lärm, Publikum, Tempo, Wettbewerb.

Kurz darauf entdeckte ich im damals noch kleinen Bahnhofsgebäude einen Automaten mit der Aufschrift Gauntlet. Beim ersten Versuch wirkte es so, als könnte ich die Figur ohne Münze steuern – bis ich begriff, dass ich gerade ins Demospiel hineinbewegte und Zufall und Timing meine Illusion befeuerten.

Meine erste D-Mark verspielte ich am Automaten Moon Patrol, der am Kaufhofvorplatz neben Fotokabinen stand. Als ungeübter Spieler war die Runde schnell vorbei – aber selbst danach war es spannend, anderen über die Schulter zu gucken (soweit das mit meiner damaligen Größe überhaupt ging). Und die Laufkundschaft? Die lief einfach weiter.

1986: Mein Bruder und ich im Commodore-Fieber
1986: Mein Bruder (oben) und ich im Commodore-Fieber

Im gleichen Kaufhaus entstand damals eine gut ausgestattete Computer-Ecke. Da standen die ersten Homecomputer – und wir Kinder belagerten das regelrecht. Stundenlang spielten wir dort u. a. “Line”, eine einfache Snake-Variante.

Mein Lieblingsspiel Wonderboy entdeckte ich an einem Kiosk nahe meiner damaligen Schule. Kurz darauf kam der große Moment: zu Weihnachten bekamen wir mit den Geschwistern den Commodore 64 mit Datasette. Zuerst war’s langsam und zickig – später kam überraschend ein Floppy-Laufwerk dazu. Und dann brachte mein Vater eine volle Diskettenbox mit nach Hause. Plötzlich waren da Welten: Wonderboy, Boulder Dash, Donkey Kong – Arcade-Gefühl im Wohnzimmer, unbegrenzt.

Mit der Zeit wollten wir mehr: BASIC lernen, Listings tippen, Fehler suchen, besser werden. Irgendwann löste der Amiga 500 den C64 ab – und später kamen andere Interessen. Aber das Arcade-Feeling blieb: dieses “nur noch eine Runde”, dieses Staunen, wenn Technik plötzlich wie Zauberei wirkt.

2026-Spiegel:
Wo früher der kleine Bahnhof mit Gauntlet-Automat stand, stehen heute ein ICE-Bahnhof in moderner Umgebung, 7.1 Surround Kino. Smartphones in jeder Hand, Streaming-Games und Online-Matches. Und trotzdem: Das Herzstück ist gleich geblieben – Spielspaß, Challenge, Community. Genau das macht “ArcadeKids” zeitlos. DU bist auch ein Arcade-Kid? Dann trage das ein - ins Gästebuch. Ich freue mich...

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